Mittel gegen Heuschnupfen bei Kindern

Mittel gegen Heuschnupfen Mittel gegen Heuschnupfen: Nasensprays, Tabletten & Co.

In der Apotheke sind vielfältige Mittel zur Behandlung von Heuschnupfen-Symptomen erhältlich, die auch speziell zur Anwendung bei Kindern geeignet sind. Welche Wirkstoffe, Dosierungen und Darreichungsformen im Einzelfall infrage kommen, sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt besprechen.

Heuschnupfen bei Kindern: Frühzeitiger Behandlungsbeginn ist wichtig

Heuschnupfen ist keine Lappalie! Denn die Symptome sind nicht nur lästig, sondern können den Alltag empfindlich beeinträchtigen und auch in der Schule zur echten Belastungsprobe werden. Zudem kann sich die Allergie mit der Zeit von den oberen Atemwegen auf die Lunge ausdehnen („allergischer Marsch“) – insofern ist eine frühzeitige Behandlung auch und gerade bei Kindern wichtig.

In der Apotheke stehen verschiedene rezeptfreie Mittel gegen Heuschnupfen zur Verfügung, die gegen Beschwerden wie z. B. Nasenlaufen, verstopfte Nase und tränende Augen wirken und auch bei Kindern angewendet werden können.

Grundsätzlich unterscheidet man die systemische Therapie, die bei Heuschnupfen in der Regel mittels Tabletten erfolgt, und die lokale Behandlung mit Nasensprays und Augentropfen. Zu den gängigen Wirkstoffgruppen, die bei Heuschnupfen-Symptomen zum Einsatz kommen, zählen zum Beispiel Antihistaminika (Tabletten, Nasensprays oder Augentropfen) und topische Steroide (Kortison-Nasensprays).

Speziell zu Beginn der Heuschnupfen-Therapie werden oft auch abschwellende Nasensprays (Dekongestiva) zur Kurzzeitbehandlung eingesetzt. Sie wirken allerdings nur gegen die verstopfte Nase und die Anwendung muss auf wenige Tage beschränkt werden.

Mittel gegen Heuschnupfen: Überblick

Mittel gegen Heuschnupfen Wirkstoffe Bemerkungen
Tabletten Meist Antihistaminika
  • Wirkung: Blockiert die Wirkung von Histamin
  • Schneller Wirkeintritt (< 1 Stunde)
  • v. a. ältere Wirkstoffe machen oft schläfrig
Nasenspray Glukokortikoide (moderne Kortison-Wirkstoffe)
  • Wirkung: Ausgeprägte anti-entzündliche Wirkung
  • Wirkeintritt nach wenigen Stunden, Wirkmaximum nach einigen Wochen
  • Kann schon kurz vor Beginn der individuellen Pollen-Saison zum Einsatz kommen
  • Wirksamste Medikamente zur Behandlung von Heuschnupfen-Symptomen
Antihistaminika
  • Wirkung: Blockiert die Wirkung von Histamin
  • Wird z. B. als Bedarfstherapie zur Linderung akuter Symptome eingesetzt
Abschwellende Wirkstoffe (z. B. Xylometazolin)
  • Wirkung: Abschwellung der Nasenschleimhaut
  • Ggf. bei Therapiebeginn sinnvoll
  • Nur für die kurzzeitige Anwendung (wenige Tage)
Augentropfen Antihistaminika
  • Wirkung: Blockiert die Wirkung von Histamin
  • Wird als Bedarfstherapie zur Linderung akuter Augensymptome (z. B. Juckreiz) eingesetzt

Als weitere Wirkstoffe stehen z. B. auch Cromone (Cromoglicinsäure, Nedocromil) und Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten zur Verfügung, die allerdings heute nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.

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